Der nachfolgende Text ist ein Bericht vom Vorstand des Schweizer-Kromfohrländer-Clubs:

Sie interessieren sich für einen Kromfohrländer und begegnen im Internet verschiedenen Verbänden und Homepages? Für einen reinrassigen Kromfohrländer mit Stammbaum gilt: „Augen auf beim Hundekauf“

Hier die Hintergründe zum „who is who“:
Warum verschiedene Verbände/Vereine der Kromfohrländer?
Um einige Unklarheiten und Missverständnisse aufzuklären, nachfolgend einige Überlegungen zur Hierarchie der verschiedenen internationalen und nationalen Verbände.

Oberstes, internationales Organ aller Kynologischen Landes-Verbände ist die Fédération Cynologique Internationale (FCI), Thuin, Belgique. http://www.fci.be/

Dann gibt es in jedem Land einen Dachverband. In Deutschland, dem Ursprungsland der Kromfohrländer, ist es der Verband für das Deutsche Hundewesen e. V. (VDH), Dortmund. Den Kromfohrländer betreffend ist der Rassezuchtverein der Kromfohrländer e.V. einziger anerkannter Rassezuchtverband im VDH. http://www.kromfohrlaender.eu/

In der Schweiz ist die Schweizerische Kynologische Gesellschaft SKG das oberste Organ.Ihr angeschlossen ist der Schweizer Kromfohrländer-Club. www.kromi-club.ch Dieser ist der einzige anerkannte Kromfohrländer-Club der Schweiz in der SKG.

Als Züchter/in von Rassehunden muss man einen Zwingernamen haben und Mitglied eines vom FCI anerkannten Verbandes oder Vereins/Clubs sein. Ohne diese beiden Voraussetzungen kann man keine Rassenhunde mit Stammbaum züchten.

Da einige Zücher/innen und Rüderbesitzer/innen in Deutschland und in der Schweiz glauben und behaupten, dass die Kromfohrländer todkrank sind und die einzige Lösung im raschen Einkreuzen fremder Rassen sehen (ProKromfohrländer) oder auch die Meinung vertreten, dass nur rauhaarige Kromfohrländer echte Kromfohrländer sind (IGRK), haben sich im 2004 die IGRK und im 2012 die ProKromfohrländer gebildet. Die IGRK hat sich später nochmals aufgespaltet und eine Mitbegründerin der IGRK hat den Verein für rauhaarige Kromfohrländer VRK gegründet ???.


Auszug aus der Homepage von ProKromfohrländer
Am 27.10.2012 wurde ProKromfohrländer e.V. als 2. Deutscher Rassezuchtverein für rau- und glatthaarige Kromfohrländer gegründet und notariell beurkundet.
Wir sind Züchter, Deckrüdenbesitzer und einfache Kromfohrländer-Liebhaber, die sich nunmehr in einem freien und unabhängigen Zuchtverein für rauhaarige und glatthaarige Kromfohrländer zusammengeschlossen haben. Unsere Zucht ist eng angelehnt an die guten und durchdachten Zuchtbestimmungen des VDH, nach denen wir uns richten, auch wenn wir dort zwecks Durchführung unseres Einkreuzprojekts kein Mitglied sind. Einer späteren Mitgliedschaft im VDH verschließen wir uns jedoch nicht, wenn die entsprechenden Voraussetzungen für die Anerkennung unseres Einkreuzprojekts stimmen.


Auszug aus der Homepage der IGRK
Die Interessengemeinschaft rauhaarige Kromfohrländer (IGRK) ist ein Zusammenschluss von Züchtern und Liebhabern rauhaariger Kromfohrländer, die sich speziell für die Belange der rauhaarigen Varietät der Kromfohrländer einsetzen wollen. Im Rahmen des offiziellen Rassezuchtvereines der Kromfohrländer e.V. (RZV) wie auch des Verbandes des deutschen Hundewesens (VDH) ist es sehr schwierig, eine Genehmigung für ein Einkreuzprojekt zu erhalten. Aus diesem Grund traten 2004 einige langjährige, erfahrene Züchter aus dem RZV aus und gründeten die IGRK.


Auszug aus der Homepage des VRK
Wir im Verein für rauhaarige Kromfohrländer sind Züchter, die sich, wie der Name schon sagt, der rauhaarigen Variante der Kromfohrländer verschrieben haben. Unser Verein wird unterstützt von Mitgliedern, die unsere Zuchtstrategie mittragen und unser Projekt dadurch unterstützen. Vorangestellt sei, dass unser Herz grundsätzlich für alle drei Varietäten des Kromfohrländers schlägt, seien sie bartlos kurz oder lang oder rauhaarig in den verschiedenen Längen. Jedoch, als Züchter mit im Rassepool sich gegenseitig ausschließenden Haarvarianten wie beim Kromfohrländer, (vom harschen Trimmhaar hin zu seidigem langem Haar) muss man sich sinnvollerweise, will man seriös und zielorientiert züchten, für eine der Varietäten entscheiden. Alle anderen Möglichkeiten werden in jedweder kynologischen Literatur als wenig erfolgversprechend verworfen. Unser Herz schlägt ebenso für die Zuchtbestimmungen des Verein des deutschen Hundewesens, kurz "VDH", allein deshalb, weil dieser Verband seriöse Vorgaben bezüglich eines für den Familienhund vertretbaren Zuchteinsatzes festschreibt, weshalb wir uns diese Zuchtbestimmungen gerne zu eigen gemacht haben. Trotzdem sind wir nicht Mitglied im VDH - wissentlich und willentlich, denn unser Ziel ist es, durch geplantes und durchdachtes Einkreuzen den in unseren Augen durch ausgesprochen hohe Inzucht ausgelösten desolaten Gesundheitszustand der reinrassigen Kromfohrländer zu verbessern und insgesamt auch beim Wesen der Kromfohrländer eine höhere soziale Kompetenz zu erreichen.


Alle drei Verbände/Vereine wurden bisher (und auch in Zukunft nicht) nicht vom V.D.H und von der SKG, geschweige denn von vom FCI anerkannt und aufgenommen.
Alle drei Verbände/Vereine und deren Mitglieder und Züchter/innen können also rechtlich gesehen keine Kromfohrländer mit international anerkanntem Stammbaum züchten. Nicht mal dann, wenn sie zwei Hunde verpaaren, die beide noch einen Stammbaum des Rassezuchtverein der Kromfohrländer e.V. oder des Schweizer Kromfohrländer-Club haben. Dies darum, weil solche Würfe nicht mehr von diesen anerkannten Verbänden abgenommen werden und den Welpen daher auch keine anerkannten Stammbaumpapiere ausgestellt werden.
Hunde aus Zwingern von Mitgliedern dieser beiden Verbände sind also immer Kromi-Mischlinge oder Kromi-ähnliche Hunde, aber niemals Kromfohrländer mit FCI-anerkanntem Stammbaum!


Einkreuzprogramme
Einkreuzprogramme mit fremden Hunden (Rassereine oder sogar Hunde ohne Stammbaum) wie sie die drei Verbände anstreben oder bereits realisiert haben, sind also immer Versuche ohne Garantie und mit ungewissem Ausgang betreffend Aussehen, Wesen, Charakter, Grösse,
Fellfarbe- und Art, Krankheiten usw. Zudem liegen zuverlässige Resultate erst nach frühestens der vierten, wahrscheinlich aber erst nach der fünften oder sechsten Generation vor.

All drei Verbände nehmen für sich in Anspruch, über ein zuverlässiges Zuchtprogramm mit Daten von vielen Generationen zu verfügen. Dies ist gar nicht möglich, da es die IGRK erst seit 2004 und die ProKromfohrländer erst seit 2012 gibt. Sie haben ja keinen Zugang mehr zu den neuesten Daten, da sie das immer neu gepflegte Zuchtprogramm in elektronischer Form gar nicht mehr erhalten. Sollten sie dennoch darüber verfügen, ist dies sogar nur illegal möglich! Die Daten stammen also allesamt vom Rassezuchtverein der Kromfohrländer e.V., (Dietmar Wisst, Initiator und Ersteller der Software) der über ein Programm verfügt, das auch von anderen Rassehundeverbänden als vorbildliches Zuchtlenkungs-Instrument angesehen wird. In dieser Software sind alle Kromfohrländer bis zurück zum Urpeter und der Fifi mit den von den Besitzern gemeldeten Krankheiten erfasst. Nur so lassen sich fundierte Aussagen über den Gesundheitszustand einzelner Hunde und Zuchtlinien machen und so die richtigen Paarungen mit der grössten Wahrscheinlichkeit auf gesunde Nachkommen zusammenstellen.

Es gibt aber auch einzelne Züchter/innen, die ohne irgendwelche offiziellen Daten Hunde verpaaren und so die Meinung verbreiten, dass sie die einzigen wahren Kromi-Freunde sind und nur gesunde, starke Kromi züchten.

Es werden auch von vielen sogenannten Kromi-Kennern/innen und Kromi-Freunden/innen viele Unwahrheiten und Halbwahrheiten verbreitet. Mit Informationen solcher Art ist also Vorsicht geboten!


Der Vorstand Schweizer Kromfohrländer-Club