EINKREUZEN...

Ein heißes Thema in der Hundezucht, das seit Jahren auch bei den Kromfohrländern diskutiert wird. Wie jedes Thema kann man auch dieses von zwei Seiten sehen. Die Befürworter sehen nur positives darin. Die Rasse wird einmal gesünder sein, einen besseren Charakter haben, ein besseres Haarkleid haben, die Würfe agiler sein.

Tatsächlich gibt es aber eine Gruppe außerhalb des RZV und VDH, die seit einigen Jahren einkreuzt. Soweit ich es nachlesen konnte ist die F2 Generation (also die Enkelkinder) kränker als die Ausgangspopulation.

Wenn man einkreuzt müsste man doch nachgewiesener Maßen wissen, dass die Tiere die aus der anderen Rasse dazu „gemischt“ werden wirklich gesünder sind. Was ist aber, wenn sie auch Defektgene tragen die vielleicht nicht bekannt sind? Nicht bekannt, weil unter Umständen wenig Information über die Population vorliegt oder weil es nicht zum Tragen kommt, weil der „Gegenpol“ dazu fehlt. Was passiert wenn der „Gegenpol“ ausgerechnet beim Kromfohrländer zu finden ist?

Kromfohrländer mal „andere Rasse“ ist nicht gleich gesünder, besser, schöner.

Wenn man einkreuzt muss man sinnigerweise 100% dieser Population im Auge haben. Von keinem Tier dürfen Informationen fehlen, kein Kontakt darf abreißen. Wie schwierig das ist, weiß jeder Züchter der mehr als einen Wurf hat.

Ist es nicht so, dass, wenn man sich umhört, nahezu jede Rasse das Prädikat trägt: „gesund“, „hohe Lebenswartung“, „kinderfreundlich“, „verschmust“, „anhänglich“?

Wenn ein Wurf geboren wird, ohne Missbildungen und er sich normal entwickelt, spricht man immer von einem gesunden Wurf. Das Züchterglück ist ein gesunder Wurf. Aber keiner kann uns sagen wie gesund sie in einem Jahr, in drei Jahren, in sechs Jahren sind.

Mischlinge sind gesünder als Rassehunde? Da würde ich einfach einmal einen Tierarzt fragen. Sind Mischlinge nicht eine Mischung aus verschiedenen Hunden? Auch Rassehunden? Wenn diese krank sind, können doch ihre Nachkommen nicht gesünder sein.

Aus : Zucht im RZV (von Marion Wisst)